Nur noch acht Teams: Welche NFL-Vertreter scheiden am Wochenende aus den Playoffs aus?
USA - Man könnte meinen, ich dürfte zufrieden sein. Mein NFL-Ranking von letzter Woche hat schließlich fast alle meine Prognosen bestätigt. Von sechs Begegnungen habe ich fünf korrekt vorhergesagt. Doch einige Spiele waren wirklich äußerst knapp.
Wie dem auch sei: Acht Mannschaften sind weiterhin im Wettbewerb. Am Wochenende steigen die Denver Broncos und Seattle Seahawks erstmals in die K.o.-Runde ein.
Beide hatten als Erstplatzierte ihrer jeweiligen Divisions – AFC und NFC – eine spielfreie Woche.
Ob das ein Vorteil ist? Meiner Meinung nach nicht zwangsläufig. Insgesamt stehen nach sieben Partien die Teams fest, die um den Super Bowl kämpfen werden.
Vier dieser Spiele finden am Wochenende statt. Den Auftakt macht am Samstag um 22:30 Uhr die Begegnung zwischen den Buffalo Bills und den Denver Broncos. Die Bills müssen dabei auf ihren angeschlagenen Quarterback Josh Allen setzen, der sowohl körperlich als auch mental stark beansprucht ist.
Auf der anderen Seite steht mit Bo Nix ein Quarterback mit dem kürzesten Namen der NFL-Geschichte: ausgeruht, in Topform und unterstützt von einer starken Verteidigung.
So sehr ich den Bills den Sieg gönnen würde: Die Broncos haben alle Vorteile auf ihrer Seite – vorausgesetzt, die Pause hat sie nicht aus ihrem Rhythmus gebracht.
Direkt im Anschluss (Sonntag, 2 Uhr) treten die noch angeschlageneren San Francisco 49ers bei den erholten Seattle Seahawks an – und als Fan der „Vögel“ würde ich mich wirklich nicht sicher fühlen.
Obwohl Seattle vor zwei Wochen die 49ers mit 13:3 besiegt hat, wird oft übersehen, dass es sich dabei um das Rückspiel nach einer Auftaktniederlage gehandelt hat. Diese Saison steht es somit 1:1.
Wo findet das Sonntagsspiel statt? In Seattle. Und Brock Purdy, Quarterback der 49ers, hat noch nie ein Spiel dort verloren.
Demgegenüber steht Sam Darnold, der in den Playoffs bisher keine überzeugenden Leistungen zeigte, dessen Statistiken sich verschlechterten und der anfällig für Fehler ist. Daher tippe ich auf die Spieler aus der Bay Area in Rot und Gold.
Am Sonntag um 21 Uhr treffen die Houston Texans auf die New England Patriots. Die Patriots können nur dann gewinnen, wenn sie ihr stärkstes Element – das Laufspiel – durchsetzen. Doch das ist leichter gesagt als getan.
Der Trainer der Texans, DeMeco Ryans, gilt als einer der Meister der Verteidigung, und ich bin überzeugt, dass seine Abwehr die Offense der Patriots zumindest in dieser Saison noch übertrumpft.
Zum Abschluss am Sonntagabend (0:30 Uhr) empfangen die Chicago Bears die L.A. Rams.
Die Bears haben sich zuletzt als wahre Comeback-Könige präsentiert – im letzten Spiel lagen sie 3:21 zurück und gewannen schließlich 31:27, nachdem sie im letzten Viertel 25 Punkte aufholten. Ein wahres Spektakel.
Auf der anderen Seite stehen die Rams, die zwar angreifbar sind, aber mit MVP-Quarterback Matthew Stafford und seinem konstant gefährlichen Passempfänger Puka Nacua antreten.
Dieses Duo wird für die anfällige Bears-Defense wohl zu stark sein. Daher wage ich die Prognose: In der nächsten Woche kämpfen nur noch die Houston Texans gegen die Denver Broncos sowie die San Francisco 49ers gegen die Los Angeles Rams um den Einzug ins große NFL-Finale.